Psychotherapie

Eine Psychotherapie kommt immer öfter zur Anwendung, da es mehr und mehr Deutsche gibt, die darauf angewiesen sind. Gründe hierfür sind psychische Erkrankungen, die unter anderem durch einen ansteigenden Leistungsdruck oder auch Stress ausgelöst werden können. Deshalb ist für viele Menschen eine Psychotherapie – oft auch in Kombination mit der Anwendung von Medikamenten - der letzte Ausweg. Geheilt oder gelindert werden können nicht nur psychische und psychosomatische Erkrankungen, sondern auch Verhaltensstörungen und Leidenszustände.

Um den größtmöglichen Erfolg zu erreichen, werden unterschiedliche Psychotherapie-Methoden angeboten. Die Verhaltenstherapie wird beispielsweise sehr oft angewendet. Die meisten Methoden sind schon viele Jahre alt, werden aber durch Neuerungen und Erweiterungen oft optimiert, um gezielter auf die Probleme der Patienten eingehen zu können. So kann in Deutschland bei volljährigen Menschen beispielsweise seit einigen Jahren auch die Hypnosetherapie durchgeführt werden. Allerdings ist diese ausschließlich Ärzten oder psychologischen Psychotherapeuten, die über eine Abrechnungsgenehmigung verfügen, erlaubt.

Wer ist dazu befugt, die Psychotherapie durchzuführen?

Die Berechtigung zur Durchführung einer Psychotherapie unterscheidet sich in den europäischen Ländern teilweise erheblich. In Deutschland dürfen lediglich ärztliche oder psychologische Psychotherapeuten, aber auch Kinder- und Jugendpsychotherapeuten im Bereich der Psychotherapie tätig werden. Heilpraktiker mit einer Zusatzausbildung haben ebenfalls das Recht hierzu.

In Deutschland werden zudem ausschließlich die folgenden Methoden angewendet:

•  Analytische Psychotherapie, zu der die Psychoanalyse, die analytische Psychologie, die Gruppenpsychoanalyse und die Individualpsychologie gehören

•  Klassische Psychotherapie, zu der die Verhaltenstherapie gehört

•  Tiefenpsychologische Psychotherapie, zu der die Katathym-Imaginative Psychotherapie und die Hypnosetherapie gehören

•  Kognitive Psychotherapie

•  Systemische Psychotherapie

•  Humanistische Psychotherapie, zu der die Gesprächspsychotherapie gehört

Zur Anwendung kommen in Deutschland vor allem die Varianten Verhaltenstherapie und kognitive Therapie. Während bei der Verhaltenstherapie darauf hingearbeitet wird, ein in der Vergangenheit erlerntes Verhalten durch „bessere“ Methoden zu ersetzen, zielt die kognitive Psychotherapie darauf, das logische Denken zu fördern. Dies bedeutet, dass der Patient, der im Laufe der Jahre eine negative Denkweise erlernt hat, lernen soll, logisch zu denken und hierdurch Erfolge zu erzielen.

Die Kosten für die Psychotherapie

Immer wieder stellen sich die Betroffenen die Frage, wer die Kosten für die Psychotherapie tragen wird. Dabei ist diese Frage vor allem im Falle einer bestehenden gesetzlichen Krankenversicherung recht einfach zu klären, denn in diesem Fall wird die Krankenkasse die Kosten tragen, wenn auch mit der Einschränkung, dass nur eine bestimmte Anzahl an Therapiestunden jährlich erfolgen darf.

Wer in einer privaten Krankenversicherung versichert ist, der wird es möglicherweise nicht ganz so leicht haben, denn in vielen Verträgen ist die Psychotherapie schlichtweg nicht enthalten, sodass die Kosten hierfür aus eigener Tasche finanziert werden müssten. Dies ist vor allem bei den „geringwertigen“ Tarifen ein Fakt. Wer sich von Anfang an für einen teuren aber besseren Tarif entscheidet, kann möglicherweise auch in diesem Fall auf die Kostenübernahme durch die private Krankenversicherung rechnen.

Generell lohnt es sich vor dem Abschluss eines Vertrages für die private Krankenversicherung immer, erst einmal den Leistungskatalog durchzuarbeiten und auf den Punkt „Psychotherapie“ zu achten. Dies gilt nicht nur für eine eventuelle Kostenübernahme, sondern auch für die Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, um von einer entsprechenden Behandlung profitieren zu können.